„Ich habe keine Lust zu üben.“ – Wie wir den Druck herausnehmen

Manchmal sind es die kleinen Augenblicke im Alltag, die uns etwas Besonderes zeigen. Wenn meine Kinder ihre Instrumente zur Hand nehmen, entsteht bei uns zu Hause oft eine ganz eigene Stimmung. Doch seien wir ehrlich: Manchmal ist diese Stimmung auch von Widerstand geprägt.

„Ich habe keine Lust zu üben.“

Ein Satz, den fast alle Eltern kennen. Auch ich. Früher hätte ich vielleicht sofort versucht zu motivieren oder zu erklären, warum Üben wichtig ist. Heute halte ich inne und frage mich: Wie fühlt sich das Üben gerade für mein Kind an? Denn Üben zu Hause ist ein sensibler Raum. Es kann Freude sein – oder Druck.

Warum Wiederholung wichtig ist – aber der Weg entscheidend

Trotz aller Empathie habe ich eine klare Haltung: Üben ist wichtig. Dranbleiben ist essenziell, damit Kinder Sicherheit entwickeln und Fortschritte wirklich spüren. Aber der Weg dorthin darf sich gut anfühlen.

Als Gründerin von musikplus! ist es mir eine Herzensangelegenheit, dass unsere Lehrkräfte nicht nur Inhalte vermitteln, sondern Wege zeigen. Üben sollte kein stures Abarbeiten sein, sondern ein lebendiger Prozess.

Mein Schlüssel: Variation statt Pflichtgefühl

Nicht einfach nur wiederholen – sondern variieren. Das ist mein wichtigster Rat. Wenn dein Kind blockiert, probiert es mal mit diesen spielerischen Ansätzen:

  • Dynamik ändern: Das Stück mal ganz leise oder extrem laut spielen.

  • Tempo variieren: Mal im Zeitlupentempo, mal so schnell wie möglich probieren.

  • Kleine Häppchen: Nur einen einzigen Takt bewusst wiederholen.

Und wenn das neue Stück an einem Tag gar nicht geht? Dann greifen wir auf bekannte Lieder zurück. Musik, die Sicherheit gibt und sich gut anfühlt, ist wertvoll.

Diese Art des Lernens ist ein Spiegel des Lebens: Dranbleiben, auch wenn es schwer ist, und neue Wege entdecken. Wir bei musikplus! unterstützen euch dabei, diesen Weg mit Freude zu gehen.

Deine Nadja

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